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Hochtaunus

Enzyklopädieartikel

Hochtaunus, etwa 1 202 Quadratkilometer großes Gebiet in Hessen.

Der 1962 eingerichtete Naturpark Hochtaunus umfasst den zentralen Teil des Taunus und dessen nördliches Vorland; im Norden wird er vom Lahntal begrenzt. Höchste Erhebung des Naturparks ist der 880 Meter hohe Große Feldberg im Süden. Der ursprünglich hier gedeihende Mischwald wurde durch Abholzung und nachfolgende Aufforstung mit Nadelhölzern im 19. Jahrhundert stark reduziert. Zum Wildbestand der Wälder gehören u. a. Hirsche, Rehe und Wildschweine. Die Vogelwelt umfasst z. B. Waldkauz und Schwarzspecht; an Bächen leben noch Exemplare des selten gewordenen Eisvogels.

Eine geologische Besonderheit ist die Kubacher Kristallhöhle im Nordwesten. Mit 30 Metern weist sie eine beachtliche Höhe auf. Am Eingang sind in einem Freilichtmuseum besonders auffällige Gesteine ausgestellt. Die Eschbacher Klippen sind ein bedeutendes Naturdenkmal. Durch Erosion des weicheren Schiefergesteins wurde ein rund 60 Meter langer Quarzgang herausgearbeitet.

Im Opel-Zoo nahe Königstein, einem heilklimatischen Kurort, leben Individuen einiger bedrohter Tierarten. Ein nahe gelegenes Naturkundemuseum bietet Informationen zu einheimischen Tieren. Am Großen Feldberg befindet sich eine Falknerei, deren Falken, Adler und Milane beobachtet werden können. Informationen über die gesamte Region bietet der Taunuslehrpfad zwischen der Saalburg, einem ehemaligen Römerkastell, und dem Freilichtmuseum Hessenpark.

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