Friedrich Ebert (1871-1925) wurde nach dem Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches am Ende des 1. Weltkrieges am 9. November 1918 zum Reichskanzler ernannt; am 11. Februar 1919 wählte ihn die Weimarer Nationalversammlung zum (vorläufigen) Reichspräsidenten. Mit Ebert übernahm erstmals in der deutschen Geschichte ein Sozialdemokrat die Regierungsverantwortung. Zuvor hatte Ebert als Vorsitzender der SPD (1913-1919) und der SPD-Fraktion im Reichstag (1916-1918) seine Partei während des Krieges maßgeblich geprägt und ihr zu breiter Akzeptanz verholfen.