Mit seinen zumeist in der Einmann-Zeitschrift Die Fackel publizierten Schriften und Polemiken avancierte der Wiener Schriftsteller Karl Kraus (1874-1936) zu einem der gefürchtetsten Sprach- und Gesellschaftskritikern der Jahrhundertwende. Zudem gehört er zu den bedeutendsten Aphoristikern deutscher Sprache. In Die letzten Tage der Menschheit entwarf er ein grandioses Zeitmosaik der Jahre des Untergangs Österreich-Ungarns. Die Generation der österreichischen Expressionisten suchte sich dezidiert vom Einfluss der Vaterfigur zu lösen.