| In der Weimarer Republik gewann Kurt von Schleicher als hoher Beamter im Reichswehrministerium zunehmend politischen Einfluss, vor allem auf den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Diesen Einfluss nutzte er 1930 zum Sturz der Regierung Müller und zur Berufung der Regierung Brüning und 1932 zum Sturz Brünings und zur Ernennung von Papens zum Reichskanzler. Nach von Papens Rücktritt wurde Schleicher Anfang Dezember 1932 selbst Reichskanzler. Nach knapp zwei Monaten im Amt trat er am 28. Januar 1933 wieder zurück, nachdem sich sein Plan, mit Hilfe eines breiten Bündnisses aus Reichswehr, Gewerkschaften und Parteien eine nationalsozialistische Regierungsbildung abzuwenden, als aussichtslos erwiesen hatte. |