In der ersten Phase des Hundertjährigen Krieges konnte England u. a. bei Crécy (1346) und Poitiers (1356) bedeutende Siege über Frankreich erringen und seinen Besitz in Frankreich deutlich vergrößern. Die folgende Phase war von Rückschlägen für England geprägt; 1388 verfügte England nur noch über einige wenige Stützpunkte in Frankreich. 1415 nahm England den Krieg wieder auf und brachte in den folgenden Jahren den ganzen Norden Frankreichs einschließlich Paris unter seine Gewalt. Ab 1429, seit ihrer Niederlage vor Orléans, wurden die Engländer jedoch sukzessive zurückgedrängt; am Ende des Krieges 1453 war ihnen als letzter Besitz auf dem Festland nur noch Calais verblieben.