| Der italienische Medienunternehmer Silvio Berlusconi gründete 1993 die rechtspopulistische Sammlungsbewegung Forza Italia, und im März 1994 gewann er an der Spitze eines Mitte-rechts-Bündnisses, dem neben der Forza u. a. die Lega Nord angehörte, die Parlamentswahlen. Berlusconi wurde Ministerpräsident, trat jedoch bereits im Dezember 1994 wieder zurück, nachdem ein Verfahren wegen Korruptionsverdachts gegen ihn eingeleitet worden und die Lega Nord aus der Regierungskoalition ausgeschieden war. Nach dem neuerlichen Sieg seines Mitte-rechts-Bündnisses Casa delle Libertà bei den Parlamentswahlen im Mai 2001 übernahm Berlusconi ein zweites Mal das Amt des Ministerpräsidenten, das er nun eine volle Legislaturperiode innehatte, bis seine Koalition bei den Parlamentswahlen im April 2006 dem Mitte-links-Bündnis unter Romano Prodi unterlag. Nach nur zwei Jahren in der Opposition und einem deutlichen Wahlsieg kehrte er an der Spitze seines Mitte-rechts-Bündnisses Popolo della Libertà im Mai 2008 in die Regierungsverantwortung zurück. |