| Schon unter den ersten Kalifen, den Nachfolgern Mohammeds, setzte die muslimisch-arabische Expansion ein. In einer ersten Welle eroberten die Araber Syrien, Palästina und Persien und wandten sich dann gegen das byzantinische Ägypten und Nordafrika; Damaskus (635), die persische Hauptstadt Ktesiphon (637), Jerusalem (638) und Alexandria (642) fielen in rascher Folge. Konflikte zwischen den verschiedenen Fraktionen innerhalb des Islam sowie die Nowendigkeit, die muslimische Herrschaft über die umfangreichen Eroberungen politisch und administrativ zu festigen, setzten der arabischen Expansion dann jedoch ein vorläufiges Ende. Aber schon die Omaijaden, unter denen das Kalifat de facto zu einer Erbmonarchie wurde, setzten die muslimische Expansion fort: Im Osten stießen sie bis zum Indus vor, eroberten Baktrien und Transoxanien; im Westen brachten sie den Maghreb unter ihre Herrschaft, anschließend Sizilien und Spanien und entwickelten sich schließlich zur Bedrohung für ganz Europa, bis die Franken unter Karl Martell 732 durch ihren Sieg in der Schlacht bei Tours und Poitiers der arabischen Expansion in Europa ein Ende setzten. |