| Als entschiedener Gegner des Stalinismus wurde Aleksandr Solschenizyn (*1918) jahrelang von der Staatsmacht verfolgt und war viele Jahre in sowjetischen Straflagern interniert. Zwar wurde sein Roman Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitschüber das Leben in sowjetischen Straflagern 1963 mit ausdrücklicher Billigung Chruschtschows veröffentlicht, die Publikation seiner beiden Romane Der erste Kreis der Hölle (1968) und Krebsstation (1968/69) jedoch verboten. 1970 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seine Proteste gegen Zensurmaßnahmen und die Einweisung von Dissidenten in die Psychiatrie führten 1974 zu seiner Ausweisung. Erst 1994 kehrte er nach Russland zurück und versucht seitdem, seine neokonservative Theorie einer „Reinigung” des Landes in die Tat umzusetzen. |