Bei einer Hadley-Zelle handelt es sich um ein thermisch bedingtes Zirkulationssystem der Luft, das nach dem britischen Arzt und Meteorologen George Hadley benannt wurde. Diese vertikal verlaufenden Zellen erstrecken sich auf der einen Seite nördlich und südlich des meteorologischen Äquators und werden auf der anderen Seite durch den subtropischen Hochdruckgürtel (auf dem jeweiligen 30. Breitengrad) begrenzt. Angetrieben wird das System durch die zunehmende Erwärmung der Luftmassen im Bereich des Äquators. Auf niedrigen Höhen neigt Luft in Richtung Äquator zu treiben. Von dort steigen die nun erwärmten Luftmassen auf bis in die Tropopause, um anschließend polwärts zu strömen. Es erfolgt eine Abkühlung. Die Grenze zwischen den nördlichen und südlichen Luftmassen wird innertropische Konvergenzzone genannt. Ab dem 30. Breitengrad folgen die mittlerweile abgekühlten Luftmassen einer Abwärtsbewegung, und strömen nachfolgend wieder in Richtung Äquator.