| In der Nähe der Stadt Lindos auf der griechischen Sporaden-Insel Rhodos, im Ägäischen Meer vor der türkischen Küste, finden sich die verfallenen Ruinen einer alten Festung, die an die Zeit der Kreuzzüge erinnern. Im 14. Jahrhundert nutzten christliche Kreuzfahrer aus Europa die Insel als Vorposten für ihre militärischen Operationen gegen die Türken. In der Antike war die Insel ein unabhängiger griechischer Staat und infolge ihrer günstigen Lage ein blühendes Handelszentrum. Ihre höchste kulturelle Blüte erreichte sie in der Zeit des Hellenismus, als berühmte Bildhauer- und Rhetorikschulen dort ihren Sitz hatten. Der Koloss von Rhodos, eine Monumentalstatue, die mit gespreizten Beinen über dem Hafeneingang der Insel stand, gehörte zu den Sieben Weltwundern der Antike. Heute werden auf der 1 400 Quadratkilometer großen Insel hauptsächlich Wein, Gemüse und Oliven angebaut. |