| Samarra, etwa 110 Kilometer nördlich von Bagdad am Tigris (Irak) gelegen, war im 9. Jahrhundert vorübergehend die Hauptstadt des Abbasidenreiches (750-1258 n. Chr.) und das religiöse Zentrum der islamischen Welt. Aus dieser Zeit stammt die 861 fertig gestellte Große Mosche mit dem einzigartigen, 52 Meter hohen Spiralminarett Malwija; von dem Ensemble ist allerdings nur noch das Minarett erhalten. Weitere Anziehungspunkte sowohl für Touristen als auch für schiitische Gläubige sind die berühmte Grabmoschee mit der goldenen Kuppel, die jedoch 2006 von Extremisten zerstört wurde, sowie mehrere Paläste, von denen zum Teil nur noch Überreste vorhanden sind. Seit 2007 gehört Samarra zum UNESCO Weltkulturerbe. |