1993 wurde Rudolf Scharping nach dem Rücktritt von Björn Engholm zum Vorsitzenden der SPD gewählt und als Kanzlerkandidat nominiert. Infolge der Niederlage der SPD bei den Bundestagswahlen 1994 und im Zuge der anschließenden innerparteilichen Richtungskämpfe verlor Scharping 1995 den Parteivorsitz an Oskar Lafontaine. Nach dem Sieg der SPD bei den Bundestagswahlen 1998 übernahm er in der Regierung Schröder das Amt des Verteidigungsministers, wurde jedoch kurz vor Ende der Legislaturperiode wegen einer Finanzaffäre im Sommer 2002 entlassen.