Im Oktober 1935 marschierten italienische Truppen in Äthiopien ein; Ziel war die Erweiterung der bestehenden italienischen Kolonien Eritrea und Somalia zum Kolonialstaat Italienisch-Ostafrika. Daraufhin wandte sich der äthiopische Kaiser Haile Selassie Anfang 1936 an den Völkerbund um Hilfe gegen die italienische Übermacht; der Völkerbund verurteilte die italienische Aggression und verhängte Sanktionen – u. a. Waffen- und Rohstoffembargo – gegen Italien, die allerdings vollkommen wirkungslos blieben.