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1947 wählten die Berliner Stadtverordneten den SPD-Politiker Ernst Reuter, der bereits in den zwanziger Jahren in der Berliner Kommunalverwaltung tätig gewesen war, zum Oberbürgermeister von Berlin; sein Amt konnte er jedoch erst 1948 nach der faktischen Teilung der Stadt und nur in den drei Westsektoren antreten. Er hatte mit seinen Appellen sowohl an die Westberliner Bevölkerung, durchzuhalten, wie auch an die Westmächte, Berlin beizustehen, wesentlichen Anteil daran, dass die von der Sowjetunion im Juni 1948 errichtete Berliner Blockade ins Leere lief. In seinem berühmten Aufruf vom 9. September 1948 an die „Völker der Welt” forderte Reuter die Westmächte eindringlich zu gemeinsamer Anstrengung auf, um „die Macht der Finsternis” zu besiegen.
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