| In den Jahrhunderten vor der Expansion Roms war die Apenninenhalbinsel von Stämmen unterschiedlicher Herkunft besiedelt. Einige dieser Stämme – die als Italiker zusammengefassten Stämme sowie die Ligurer und Etrusker – siedelten hier seit prähistorischer Zeit; andere wie etwa die keltischen Insubrer, Boier und Senonen wanderten im 5. Jahrhundert von Norden her ein und besetzten die Po-Ebene und weite Teile der Adriaküste. Im Süden ließen sich phönizische (westliches Sizilien und Sardinien) und griechische (östliches Sizilien und Süditalien, „Magna Graecia”) Kolonisten nieder und überlagerten die einheimische Bevölkerung. In die zahlreichen Konflikte und Kriege zwischen den verschiedenen Völkern, unter denen sich die Griechen und die Etrusker als die führenden etabliert hatten, mischte sich Rom ab dem späten 6. Jahrhundert v. Chr. ein und setzte sich schließlich als Vormacht auf der Apenninenhalbinsel durch. Grundlagen des römischen Aufstiegs waren vor allem das überragende Heerwesen Roms, seine geschickte Bündnispolitik und seine Kolonien, die in den eroberten Gebieten gegründet wurden. |