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Alfred Walter Heymel: Pucks Autobiographie

Der deutsche Schriftsteller Alfred Walter Heymel trat um die Wende zum 20. Jahrhundert als Lyriker, Kunstförderer und Mitherausgeber der Zeitschrift Die Insel hervor. In seinem Sterbejahr 1914 wurden seine Gesammelten Gedichte 1895-1910 veröffentlicht. Das folgende Gedicht trägt die Überschrift Pucks Autobiographie.

Alfred Walter Heymel: Pucks Autobiographie

Wozu Fehler euch verhehlen?
Ich kann renommieren, flausen,
andere Leute zwacken, quälen,
kann aus anderer Küche mausen.

Dazu bin ich ein Poet,
ein nichtsnutziges Wichtchen,
und aus Kopf und Munde geht
mir manch toll Gedichtchen.

Auch Geschichten schreib ich gern
mit rührenden Motiven
von galanten Damen, Herrn,
die wachten oder schliefen.

Bin ein überlustiger Wicht;
keine Kirche mich bessert.
Tanzen lieb ich, Beten nicht,
Wein auch ungewässert.

Manchem hübschen, jungen Blut,
Augen klar und Grübchen,
bin ich recht von Herzen gut.
Küß mich schnell, mein Liebchen!

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Alfred Walter Heymel: Pucks Autobiographie. In: Gesammelte Gedichte 1895-1904. Leipzig 1914, S. 168.

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Heymel, Alfred Walter

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