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Als Erstbesteiger des Mount Everest wurde Sir Edmund Hillary 1953 schlagartig weltberühmt. Im Jahr 2001 veröffentlichte der inzwischen 82-Jährige unter dem Titel Die Abenteuer meines Lebens. Der Himalaja und andere Herausforderungen seine Autobiographie. Ulrich Klenner widmete diesem Werk einen Buchtipp, erschienen im Juni 2001 bei Encarta Online unter der Überschrift Die Abenteuer meines Lebens – die Autobiographie des Sir Edmund Hillary.
Der Höhepunkt seines Lebens war buchstäblich der Gipfel: Am 29. Mai 1953, um 11.30 Uhr, erreicht der neuseeländische Bergsteiger Edmund Hillary als erster Mensch den höchsten Punkt der Erde – den Gipfel des Mount Everest. Kurz darauf umarmt ihn der zweite Mensch, dem diese hohe Ehre zuteilwurde, der Sherpa Tensing Norgay. Bereits eine Viertelstunde später beginnen die beiden mit dem Abstieg, nicht ahnend, in welchem Ausmaß sich ihr Leben künftig ändern wird, ihr Weg zum Gipfel nämlich war die Direttissima zur Unsterblichkeit.
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Wie es zu diesem Höhenflug kam, in welche Turbulenzen er dabei geriet und welch abenteuerlichen Bahnen sein weiteres Leben folgte, davon erzählt Sir Edmund in seiner Autobiographie View from the Summit, soeben in deutscher Übersetzung erschienen unter dem etwas reißerischen Titel Die Abenteuer meines Lebens. Die Lebenserinnerungen des bald 82-jährigen Gipfelstürmers sind zwar kein literarisches Meisterwerk, aber dafür sind sie von einem altersklugen, selbstkritischen und erfreulich uneitlen Tonfall geprägt. Er halte sich für einen Menschen mit durchschnittlichen Fähigkeiten, schreibt Hillary, nicht sonderlich begabt, aber gesegnet mit einer lebhaften Phantasie und großer Ausdauer – so habe er stets über genügend Kraft und Zähigkeit verfügt, um seine Chancen zu nutzen.
Nach seiner bergsteigerischen Großtat leitet Hillary noch etliche Himalayaexpeditionen, leidet jedoch zunehmend an der Höhenkrankheit und wendet sich deshalb anderen Herausforderungen zu. So führt er eine Traktorenkarawane zum Südpol, macht sich auf die Suche nach dem Yeti und befährt im Jetboot den Ganges, von der Mündung bis ins Quellgebiet. Als seine wichtigste Leistung erachtet er jedoch die Gründung des „Himalayan Trust”, einer Organisation, die sich die Verbesserung der Lebensverhältnisse in Nepal zum Ziel gesetzt hat. Für dieses Hilfsunternehmen ist er bis heute rastlos tätig, organisiert den Bau von Brücken, Schulen und Krankenhäusern, aber auch die Renovierung entlegener buddhistischer Klöster. Obwohl er auch einen schweren Schicksalsschlag bewältigen musste – seine erste Frau und seine Tochter kamen 1975 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben –, fällt Hillarys Lebensfazit positiv aus: Das Leben habe ihm Erlebnisse in erstaunlicher Vielfalt beschert, schreibt er, vor allem aber die Liebe und Zuneigung vieler wunderbarer Gefährten. „Was kann man mehr vom Leben verlangen?”
Sir Edmund Hillary: Die Abenteuer meines Lebens. Der Himalaja und andere Herausforderungen. Ullstein Verlag, 2001. 330 Seiten, dazu 24 Seiten mit Abbildungen, gebunden, 42,00 DM.
Ulrich Klenner
Aus Encarta Online.
Erscheint in:
Bergsteigen; Mount Everest; Hillary, Sir Edmund Percival
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