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Encarta Online: „Bis Einstein kam”– die abenteuerliche Suche nach dem Geheimnis der Welt

Unter dem Titel Bis Einstein kam – die abenteuerliche Suche nach dem Geheimnis der Welt schildert David Bodanis die Bedeutung der für die Menschheit so bedeutsamen Einstein’schen Formel E = mc². Ulrich Klenner widmete diesem Werk einen Buchtipp, erschienen 2001 bei Encarta Online.

Encarta Online: „Bis Einstein kam” – die abenteuerliche Suche nach dem Geheimnis der Welt

Jede und jeder lernt sie früher oder später kennen, auch wird sie gerne und häufig zitiert. Und doch müssen sich die meisten von uns früher oder später eingestehen, ihre tiefere Bedeutung nie wirklich erfasst oder zumindest längst wieder vergessen zu haben. Die Rede ist von der berühmtesten Gleichung der Welt …

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Ihr geistiger Vater ist der berühmteste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts: Albert Einstein, dessen erstmals 1905 formulierte Spezielle Relativitätstheorie sich in Gestalt der genannten Gleichung auf den Punkt bringen lässt. Es gibt unzählige mathematisch-naturwissenschaftliche Abhandlungen, in denen sie lang und breit, aber auf eine für den Laien kaum nachvollziehbare Weise erklärt wird. Der in Chicago geborene und in England lebende Wissenschaftsautor David Bodanis hat nun allen Lesern, die sich für Einsteins Weltformel im Speziellen und für die Enträtselung der Welt im Allgemeinen interessieren, einen ganz anderen Zugang eröffnet – sein neues Buch nämlich ist die Biographie der Gleichung E = mc².

Bis Einstein kam, so der Titel, erzählt die Geschichte der einzelnen Teile bzw. Symbole der Gleichung, setzt den Denkern und Forschern ein Denkmal, die Einstein den Weg geebnet haben, zeigt auf, welche Konsequenzen seine Erkenntnis nach sich zog und welch ungeheure Sprengkraft seiner schlichten Formel innewohnt. Einsteins bahnbrechende Entdeckung der Beziehung zwischen Energie und Masse – Bodanis nennt sie „eine der bedeutendsten geistigen Leistungen aller Zeiten” – wäre nicht denkbar ohne die Leistungen solcher Vordenker und Vorkämpfer wie Michael Faraday, Jean Dominique Cassini, James Clerk Maxwell oder Emilie du Châtelet. Ohne Einsteins Vorarbeit wiederum wäre es Forschern wie Otto Hahn, Werner Heisenberg oder J. Robert Oppenheimer womöglich nicht gelungen, das ungeheure Potential der Kernkraft nutzbar zu machen. Am 6. August 1945, schreibt Bodanis, „als dieser riesige Atompilz über Hiroshima schwebte”, habe die Gleichung E = mc² „erstmals durch Menschenhand ihre Wirkung entfaltet”. Im fünften und letzten Kapitel seines Buches fasst er schließlich zusammen, welche Ausblicke in die Tiefen des Universums, welche Einblicke in Schwarze Löcher, welche Mutmaßungen bezüglich des Endes unseres Sonnensystems sich aus der Gleichung ableiten lassen.

Bis Einstein kam – das ist die Lebens- und Wirkungsgeschichte einer Formel, ein spannendes Kapitel Zeit- und Wissenschaftsgeschichte, eine höchst anschauliche Einführung in die Kern- und Astrophysik – kurz: ein erzählendes Sachbuch, dessen Lektüre dem Leser großes Vergnügen bereitet und noch größeren Erkenntnisgewinn beschert.

David Bodanis: Bis Einstein kam. Die abenteuerliche Suche nach dem Geheimnis der Welt. Deutsche Verlags-Anstalt, 2001. Aus dem Englischen von Michael Zillgitt und Carsten Heinisch. 352 Seiten, mit 20 SW-Abbildungen, gebunden, 39,80 DM.

Ulrich Klenner

Aus Encarta Online.

Erscheint in:

Einstein, Albert; Relativitäts­theorie; Kernenergie

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