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Adolph Kolping: Drei Dinge

Der Theologe Adolph Kolping schrieb dieses Gedicht im März 1843, also während seiner Studienzeit in Bonn.

Adolph Kolping: Drei Dinge

Drei Dinge.

Drei Dinge hat die Gottheit uns gegeben,
Die bilden einen Schatz, dem keiner gleich.
Wohl dem, der ihn bewahrt durchs ganze Leben,
Kein König ist an wahrem Glück so reich:
Denn, was der Erde Schätze Dir nicht bieten,
Enthält der Schatz, doch sorgsam mußt ihn hüten.

Der Glaube, daß ein Gott im Himmel thronet,
Der liebend uns durch dieses Leben führt;
Die Hoffnung, daß die Treue er belohnet,
Die ihm allein bei allem Tun gebührt;
Die Liebe, die zur guten Tat sich neiget,
Sich selbst vergißt und nur nach oben zeiget.

Das erste ebnet Dir des Lebens Wege,
Denn Gott ist Vater auch in bitt’rer Not;
Das Zweite hält des Herzens Sehnsucht rege
Und führt mit Freuden selbst dich in den Tod.
Das Dritte wird dereinst an Gottes Throne
Dich schmücken mit des Himmels ew’ger Krone.

Bonn. März 1843

Auch bei Encarta

Adolph Kolping: Dokumente – Tagebücher – Gedichte. Herausgegeben von Hans-Joachim Kracht. Band 1. Köln 1975, S. 279.

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