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James Cook erbrachte mit seiner im Januar 1770 erfolgten Durchfahrt der später nach ihm benannten Passage den Nachweis, dass Neuseeland aus zwei Hauptinseln besteht. Hier die Eintragungen vom 26. und 31. Januar sowie vom 8. und 9. Februar aus seinen Logbüchern.
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Unternahm des Vormittags in Begleitung von Mr. Banks und Dr. Solander eine Exkursion in eine der Buchten, welche auf der östlichen Seite des Einlasses liegen. Nach unserer Landung erklommen wir einen sehr hohen Hügel, von welchem wir die Passage überblickten, welche ich zuvor entdeckt, sowie das Land der gegenüberliegenden Küste, welches ungefähr 12 Meilen von uns entfernt schien; doch da es nahe des Horizonts dunstig war, konnten wir nicht weit nach Südosten sehen. Doch hatte ich nunmehr genug von dieser Passage gesehen, um davon überzeugt zu sein, daß die allergrößte Wahrscheinlichkeit bestand, daß sie in die östliche See führte; denn die Entfernung jener See von dieser Stelle kann 60 Meilen nicht überschreiten. Daraufhin faßte ich den Entschluß, diese Passage mit dem Schiff zu suchen. (...)
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Als nächstes erklärte ich dem alten Mann und einigen anderen mit des Tupia Hilfe, daß wir gekommen waren, eine Markierung auf der Insel anzubringen, welche jedem Schiff, das hierher kommen mochte, zeigen sollte, daß wir als erste an diesem Ort gewesen. Sie gaben nicht nur ihre volle Zustimmung, sondern versprachen auch, diese Markierung niemals zu entfernen.
Dann überreichte ich jedem Anwesenden das eine oder andre Ding; dem alten Manne gab ich silberne Threepenny-Münzen mit dem Datum 1763 und Nägel, und die Pfeilspitze des Königs ließ ich an all jenen Dingen anbringen, die mir angetan schienen, lange in seinem Besitz zu bleiben.
Nachdem ich solchermaßen den Weg für die Aufstellung des Markierungspfostens geebnet, brachten wir diesen zum höchsten Teil der Insel, und nachdem wir ihn fest in die Erde gerammt, hißten wir darauf die Union-Flagge, und ich verlieh diesem Einlaß den Namen Queen-Charlotte-Sund und nahm öffentlich Besitz von demselben sowie von dem angrenzenden Gebiet, im Namen und zum Nutzen Seiner Majestät. Dann tranken wir eine Flasche Wein auf das Wohl Seiner Majestät und gaben die leere Flasche dem alten Mann (welcher uns auf dem Hügel begleitet hatte), worüber sich dieser hocherfreut zeigte. Während der Pfosten aufgestellt wurde, befragten wir den alten Mann bezüglich der Straße oder Passage in die östliche See, und er sagte uns ohne Umschweife, daß eine Passage vorhanden sei; und da ich mutmaßte, daß das Land im Südwesten dieser Straße (wo wir jetzt sind) eine Insel war und nicht der Teil eines Kontinents, fragten wir den alten Mann auch danach, und er antwortete, es bestünde aus zwei Wannuaes, das sind zwei Länder oder Inseln, welche nämlichen in wenigen Tagen, ja sogar nur in vier, zu umfahren seien. (...)
Von diesem Kap aus fuhren wir die Küste entlang bis 8 Uhr; dann hatte der Wind ein Ende. Doch eine Stunde später erhob sich eine frische Brise im Südwesten, und wir brachten das Schiff direkt davor. Dieses Tun entsprang einer Ansicht, die eben bei einigen Offizieren entstanden, daß nämlich Aeheinomouwe keine Insel sei; sie gründeten ihre Meinung auf die Annahme, daß sich das Land zwischen dem Cape Turnagain und dem Cape Palliser nach Südosten ausdehnen mochte, denn dort war ein Gebiet von ungefähr 35 oder 45 Meilen, welches wir nicht gesehen. Für meinen Teil hatte ich bei der Entdeckung der Straße so weit in diese See gesehen und war auch durch viele weitere Anzeichen von seiner Inselgestalt überzeugt, daß mir ein solcher Gedanke nie in den Sinn gekommen war. Doch entschlossen, jeden etwaigen Zweifel in einer so wichtigen Sache aufzuklären, nahm ich die Gelegenheit des frischen Windes wahr, um nach Osten zu segeln.
Wir setzen unseren Kurs entlang der Küste nach Nordosten bis 11 Uhr vormittags fort, und als es aufklarte, sahen wir Cape Turnagain in 21 Meilen Entfernung. Dann rief ich die Offiziere an Deck und fragte sie, ob sie jetzt überzeugt seien, daß dies Land eine Insel sei; und sie bejahten.
Captain James Cook: Entdeckungsfahrten im Pacific – Die Logbücher der Reisen von 1768 bis 1779. Tübingen und Basel 1971, S. 79-82.
Erscheint in:
Cook-Straße; Neuseeland; Cook, James
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