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In einem seiner Briefe aus dem Jahr 1844 beschreibt der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy eine Weinprobe im Pfälzischen.
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Dann fuhren wir weiter bis Deidesheim; da erwartete uns Herr Buhl in seinem Keller. Wer aber Herr Buhl und sein Keller ist, das kann ich Dir unmöglich beschreiben; Du mußt ihn selber kosten, – ich meine den Forster 1842er; den macht er nämlich. Der Keller war erleuchtet, und da lagen alle die ehrwürdigen Oxhöfte, und die Wohnung über dem Keller war so elegant mit dem Spasimo, und den großen Roberts und dem Winterhalter’schen Decameron, und einem schönen neuen Streicher’schen Flügel, und einer artigen Frau, die im Herbst die einzelnen Beeren bezeichnet, welche zu dem Wein genommen werden müssen, welcher – erlasse mir das Übrige; aber wer nicht bei Herrn Buhl war (oder bei Herrn Jordan, seinem Schwager), der weiß nicht, was Forster hienieden ist. Und da mußten wir zu Mittag essen, obgleich wir nicht konnten, weil wir zu Tisch in Dürkheim erwartet wurden; allein wir aßen doch, und als wir gegessen hatten, fuhr uns Herr Buhl in seinem Phaeton nach Dürkheim (es ist dreiviertel Meile) in zwanzig Minuten, damit wir dort zum Essen nicht zu spät kämen; und in Dürkheim war wieder das halbe Musikfest versammelt, und Kränze und Inschriften und reife Trauben; nur Wein konnten wir nicht mehr trinken, seitdem wir bei Herrn Buhl gewesen waren.
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Felix Mendelssohn-Bartholdy: Briefe aus den Jahren 1830-1847. Leipzig 1865.
Erscheint in:
Rheinland-Pfalz; Mendelssohn Bartholdy, Jakob Ludwig Felix; Wein
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