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Encarta |
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Erscheint in: |
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| Angelus Silesius: Cherubinischer Wandersmann |
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Angelus Silesius wurde vor allem durch seine Geistreichen Sinn- und Schlußreime von 1675 populär, die 18 Jahre später mit dem Zusatz des Cherubinischen Wandersmanns nochmals ediert wurden. Die hier abgedruckten Zweizeiler zeugen von der Gottesfürchtigkeit ihres Verfassers.
Der Mensch ist Ewigkeit
Ich selbst bin Ewigkeit, wenn ich die Zeit verlasse
Und mich in Gott und Gott in mich zusammenfasse.
Die Zeit ist Ewigkeit
Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit,
So du nur selber nicht machst einen Unterscheid.
Der Himmel ist in dir
Halt an, wo laufst du hin, der Himmel ist in dir;
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.
Das Bildnis Gottes
Ich trage Gottes Bild: wenn er sich will besehn,
So kann es nur in mir, und wer mir gleicht, geschehn.
Die hohe Würdigung
O hohe Würdigung! Gott springt von seinem Thron
Und setzet mich darauf in seinem lieben Sohn.
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Angelus Silesius: Aus dem Cherubinischen Wandersmann. In: Theodor Echtermeyer: Deutsche Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Neu gestaltet von Benno von Wiese. Düsseldorf 1966, S. 97.
Erscheint in:
Epigramm; Angelus Silesius
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