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Antigoniden

Antigoniden, hellenistische Dynastie im antiken Makedonien. Sie leitete sich von dem Feldherrn Alexanders des Großen, Antigonos I. Monophthalmos ab und beherrschte ein Diadochenreich, das von 276 bis 168 v. Chr. bestand. Bedeutendste Herrscher waren neben Antigonos’ I. Sohn Demetrios I. Poliorketes dessen Sohn Antigonos II. Gonatas, Demetrios II., dessen Vetter Antigonos III. Doson und Demetrios’ II. Sohn Philipp V.

Mit seinem Sieg über die Kelten bei Lysimacheia (277 v. Chr.) gewann Antigonos II. die unter seinem Vater 287 v. Chr. verloren gegangene Herrschaft über Makedonien zurück. 276 v. Chr. begründete er das Antigonidenreich, das sich mit Makedonien als Kernland bald über große Teile Mittelgriechenlands und der Ägäischen Inseln ausdehnte. Vom Achaiischen Bund seit 251 v. Chr. von der Peloponnes zurückgedrängt, konnte es unter Antigonos III. seine Vormachtstellung wieder zurückgewinnen, die sich 224 v. Chr. in der Gründung des Hellenischen Bundes niederschlug, dem unter Führung Makedoniens u. a. Thessalien, Epirus, Böotien, Phokis und Euböa angehörten. Seine größte Ausdehnung und zugleich den Beginn seines schnellen Niedergangs erfuhr das Antigonidenreich unter Philipp V., der in den ersten beiden Makedonischen Kriegen (215-205 v. Chr., 200-197 v. Chr.) nach Thrakien und Kleinasien übergriff, dabei jedoch mit der expandierenden Römischen Republik zusammenstieß. Mit der Niederlage im 2. Makedonischen Krieg 197 v. Chr. verloren die Antigoniden die Hegemonie über Griechenland, der Hellenische Bund zerfiel. Perseus, der letzte Antigonidenkönig, scheiterte mit dem Versuch, Makedoniens frühere Vormachtstellung wieder zurückzugewinnen. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Pydna im 3. Makedonischen Krieg gegen Rom (168 v. Chr.) wurde das Antigonidenreich in vier Teilstaaten zerschlagen, 148 v. Chr. als Provinz in den römischen Herrschaftsbereich integriert.