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Tropische Trockenwälder und Savannen

Tropische Trockenwälder und Savannen (Savannenwälder), Sammelbegriff für verschiedene in den äußeren, wechselfeuchten Tropen verbreitete Pflanzengemeinschaften, deren Charakter durch an die jahreszeitliche Trockenheit angepasste Laubbäume geprägt wird.

Sie leiten von den halbimmergrünen Wäldern zu den Strauchformationen der Tropen über, stellen aber auch einen Übergangsbereich vom Wald zum Grasland dar. In die tropischen Trockenwälder sind mehr oder weniger großflächige Savannen eingestreut. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst alle Kontinente der Tropen, vor allem im südlichen Afrika sowie in Südamerika (Gran Chaco) und Mittelamerika (Karibik) bestimmen sie das Bild der Naturlandschaften. Das Areal deckt sich weitgehend mit der Zone der wechselfeuchten Tropenklimate, die durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten gekennzeichnet sind. Hier schwankt die Zahl der ariden Monate im Jahresdurchschnitt zwischen 5 und 8. Die Höhe der jährlichen Niederschläge ist für die Entwicklung der tropischen Trockenwälder von untergeordneter Bedeutung – sie kann zwischen 700 und 1 400 Millimetern liegen.

Viele Bäume in den lichten Wäldern haben schirmförmige Kronen, die Höhe ihrer häufig krumm gewachsenen Stämme schwankt zwischen 5 und 15 Metern. Da das Kronendach nicht geschlossen ist, fällt noch genügend Licht auf den Erdboden, um als Unterwuchs eine dichte Schicht aus dornigen Sträuchern entstehen zu lassen. Die meisten Gehölze werfen in der Trockenzeit ihr Laub ab und treiben zu Beginn der Regenzeit neue, relativ große Blätter aus. Immergrüne Arten tragen meist kleine Blätter. Neben dem Laubwechsel gibt es andere Strategien, um den Wassermangel zu überstehen. Sukkulenten wie der für die afrikanischen Trockenwälder charakteristische Affenbrotbaum speichern Wasser in Stämmen und Blättern. Mit Hilfe ihrer grünen Rinde können viele Arten auch dann noch Photosynthese betreiben, nachdem sie ihr Laub abgeworfen haben.

Im Unterschied zu der artenreichen Gehölzflora der immergrünen tropischen Wälder werden die regengrünen Trockenwälder mitunter von einer einzigen Baumart oder -gattung dominiert. In Afrika sind dies z. B. die Miomboart Brachystegia und die Mopanegattung Colophospermum mopane, in Südamerika etwa die Quebrachogattung Schinopsis, die jeweils Typen tropischer Trockenwälder den Namen gegeben haben. Bei der Entwicklung der Trockenwälder spielen Brände eine wichtige Rolle, so dass Pyrophyten (Pflanzen, die an eine häufige Feuereinwirkung angepasst sind), z. B. einige Eukalyptus-Arten, häufig vertreten sind. Weitere Faktoren im Leben der Wälder sind der Boden und die Beweidung, die die Verbuschung fördert.

Die tropischen Trockenwälder gehören zu den am stärksten gefährdeten Ökosystemen der Erde. In vielen Regionen wurde und wird Raubbau an ihnen betrieben. Außer dem nahrhaften Laub, das sich in der Regenzeit entfaltet und ein gutes Viehfutter ist, wird vor allem das harte Holz mancher Baumarten von den Menschen genutzt.