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Laufvögel

Laufvögel, flugunfähige Vögel aus verschiedenen stammesgeschichtlichen Gruppen.

Laufvögel haben sich vollständig an das Leben am Boden angepasst. Ihre langen, muskulösen Beine und ihr Laufvermögen sind gut entwickelt, Flügel und Brustmuskulatur sind dagegen zurückgebildet. Vorfahren der Laufvögel waren flugfähige Vögel. Der mit drei Meter Höhe und 150 Kilogramm Gewicht größte heute lebende Laufvogel ist der Steppen bewohnende Strauß, der nur noch in Afrika vorkommt. Er besitzt zwar normal ausgebildete Flügel, diese sind jedoch relativ zu seinem Gewicht zu klein. Unter den heutigen Vogelarten ist der Strauß der schnellste Läufer: Er erreicht eine Geschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde.

Der australische Emu, der die zweitgrößte heute lebende Vogelart repräsentiert, wird entweder in dieselbe Vogelordnung wie der Strauß gestellt oder gemeinsam mit den Kasuaren eingeordnet. In Südamerika leben zwei Nandu-Arten, die eine eigene Ordnung repräsentieren, in Australien und Neuguinea sind Kasuare verbreitet, auf Neuseeland leben Kiwis. Ebenfalls auf Neuseeland gab es zumindest bis ins Mittelalter etwa 20 Arten von Moas, die Größen bis dreieinhalb Meter erreichten und heute ausnahmslos ausgerottet sind.

Systematische Einordnung: Strauße und Emus bilden die Ordnung Struthioniformes, Nandus die Ordnung Rheiformes, Kasuare die Ordnung Casuariiformes, Kiwivögel die Ordnung Apterygiformes und Moas die Ordnung Dinornithiformes.