Edelmetalle
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Edelmetalle
1. Einleitung

Edelmetalle, im allgemeinen Sprachgebrauch die Metalle Gold, Silber und Platin. Zu dieser Gruppe chemischer Elemente zählen aber auch die Metalle Iridium, Osmium, Palladium, Quecksilber, Rhenium, Rhodium und Ruthenium. Edelmetalle werden an der Luft bei Raumtemperatur nicht (oder nur extrem gering) oxidiert. Sie kommen daher in der Natur häufig auch in gediegener (elementarer) Form vor.

Innerhalb der elektrochemischen Reihe zeichnen sich die Edelmetalle durch ihre positiven Normalpotentiale aus. Daher sind sie chemisch sehr beständig und werden beispielsweise von verdünnter Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff) nicht angegriffen. Erst oxidierende Säuren sind in der Lage, einige Edelmetalle in Lösung zu bringen. So lässt sich z. B. Silber durch konzentrierte Salpetersäure auflösen. Gold und Platin gehen durch Königswasser, eine Mischung aus drei Volumenteilen konzentrierter Salzsäure und einem Teil konzentrierter Salpetersäure, in Lösung. Aber manchen Edelmetallen, wie z. B. Ruthenium, vermag selbst Königswasser kaum etwas anzuhaben. Diese Metalle werden erst von sehr starken Oxidationsmitteln (z. B. Hypochlorit) in lösliche Formen überführt.