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| 1. | Einleitung |
Irak-Krieg, im März/April 2003 von einer Koalition unter Führung der USA unternommener Krieg gegen den Irak mit dem Ziel, den Irak zu entwaffnen und einen Regimewechsel herbeizuführen. Der Krieg endete mit einem Sieg der Koalition und dem Sturz des irakischen Regimes; die Besatzung des Irak durch die Koalitionstruppen ging formell mit der Rückübertragung der Souveränität an den Irak am 28. Juni 2004 zu Ende.
Der Irak-Krieg markierte den Höhepunkt eines seit dem 2. Golfkrieg andauernden Konfliktes, in dessen Mittelpunkt die von den Vereinten Nationen (UN) mehrmals per Resolution geforderte Entwaffnung des Irak stand, d. h. die Beseitigung chemischer, biologischer und anderer Massenvernichtungswaffen. Seit dem Regierungsantritt von US-Präsident George W. Bush 2001, insbesondere seit den Terroranschlägen des 11. September 2001, spitzte sich der Konflikt mehr und mehr zu und konzentrierte sich seitens der USA zunehmend auf die Person des irakischen Machthabers Saddam Hussein, der in Bezug auf die UN-Resolutionen zwischen strikter Ablehnung und (widerstrebender) Kooperation lavierte. Verschärft worden war der Konflikt in erster Linie durch die USA, die zuletzt massiv von Großbritannien unter Premierminister Tony Blair unterstützt wurden, während die Vereinten Nationen als kontrollierendes, moderierendes und friedenserhaltendes Element zunehmend an Einfluss und Durchsetzungskraft verloren und am Ende keine Rolle mehr spielten. Im Folgenden eine Chronik des Konflikts: