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Abdullah Ahmad Badawi (*1939), malaysischer Politiker, Ministerpräsident von Malaysia (seit 2003).
Abdullah Ahmad Badawi wurde am 26. November 1939 in Kepala Batas in der Provinz Penang im Nordwesten Malaysias geboren. Sein Vater genoss großes Ansehen als hoher Geistlicher und Mitbegründer der politischen Partei UMNO (United Malays National Organization), die das Land 1957 aus der britischen Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit führte. Badawi studierte islamische Theologie an der Universität Malaya und schlug anschließend (1964) eine Beamtenlaufbahn ein. In die Politik ging er – angeblich auf Drängen seiner Familie – erst, nachdem sein Vater verstorben war.
1978 als Kandidat der regierenden UMNO für seinen Heimatdistrikt erstmals ins Parlament gewählt, gehörte Badawi in der Folgezeit in mehreren Verantwortungsbereichen der Regierung an, seit 1981 unter Ministerpräsident Mahathir ibn Mohammed. Seine bis dahin reibungslose politische Karriere erfuhr erst 1987 einen Rückschlag, als er sich in einer innerparteilichen Auseinandersetzung einmal gegen Mahathir gestellt hatte und als Verteidigungsminister entlassen wurde.
1991 berief ihn Mahathir wieder ins Kabinett, diesmal als Außenminister. Als designierter Nachfolger Mahathirs galt Badawi, seit er 1999 als stellvertretender Ministerpräsident an die Stelle des entlassenen und später zu langjähriger Haft verurteilten Anwar Ibrahim rückte und zugleich auf den Posten des Innenministers wechselte. Nachdem sein autokratischer Mentor, dem er jahrelang loyal und geräuschlos zugearbeitet hatte, nach 22 Jahren als Ministerpräsident sein Amt niedergelegt hatte, wurde Badawi am 31. Oktober 2003 als fünfter Regierungschef seit der Unabhängigkeit Malaysias vereidigt.