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Susilo Bambang Yudhoyono

Susilo Bambang Yudhoyono (*1949), indonesischer Offizier und Politiker (Demokratische Partei), Staatspräsident von Indonesien (seit 2004).

Susilo Bambang Yudhoyono wurde am 9. September 1949 in Pacitan in Ostjava geboren. Er schlug wie sein Vater eine Offizierslaufbahn ein, schloss 1973 die Militärakademie ab und stieg in der Folgezeit zum General auf. Durch ein Studium in den USA erwarb er sich 1991 den Doktortitel in Agrarökonomie. Als Offizier der indonesischen Armee unter Diktator Suharto beteiligte er sich an zahlreichen militärischen Unternehmungen, zu denen auch die völkerrechtswidrige Invasion in Osttimor 1975 und die nachfolgende Besatzungsherrschaft über das Land zählten (siehe Osttimorkonflikt). Jedoch wurde ihm selbst nicht die Verwicklung in Kriegsverbrechen nachgesagt, auch soll er sich auf Distanz zum engeren Machtzirkel um den Diktator Suharto gehalten haben.

Nach Suhartos Sturz unterstützte Yudhoyono den Demokratisierungskurs. Ab 1999 war er Sicherheitsminister in der Regierung von Präsident Abdurrahman Wahid, verweigerte diesem aber im Zuge des Amtsenthebungsverfahrens die Ausrufung des Ausnahmezustands. Auch Wahids Nachfolgerin, Präsidentin Megawati Sukarnoputri, betraute ihn 2001 mit dem Amt des Sicherheitsministers, in dem er sich mit Kampagnen gegen Korruption, Kriminalität und Terrorismus als Hoffnungsträger für demokratische Reformen profilierte. Im März 2004 verließ er die Regierung und gründete die Demokratische Partei, die bei der Parlamentswahl am 5. April sogleich 7,5 Prozent der Stimmen erzielte. Bei der ersten Direktwahl zur Präsidentschaft setzte er sich in der Stichwahl am 20. September 2004 mit 60,6 Prozent der Stimmen gegen die Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri durch; am 20. Oktober 2004 wurde er als neues Staatsoberhaupt vereidigt.