Jahresrückblick 2006
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Jahresrückblick 2006
2. Januar

1. Januar: Österreich übernahm turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union.

In der Schweiz übernahm Moritz Leuenberger für ein Jahr das Amt des Bundespräsidenten.

6. Januar: In Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen fand vom 29. Dezember bis zum 6. Januar die 54. Internationale Vierschanzentournee im Skispringen statt. Es siegten punktgleich der Tscheche Jakub Janda und der Finne Janne Ahonen, der mit seinem vierten Tournee-Erfolg den Rekord von Jens Weißflog einstellte.

8. Januar: Der italienische Künstler Mimmo Rotella, ein Vertreter des Nouveau Réalisme, starb im Alter von 87 Jahren in Mailand.

15. Januar: Die Präsidentschaftswahlen in Chile gewann die Sozialistin Michelle Bachelet. Sie ist die erste Frau, die in einem südamerikanischen Land in das höchste Staatsamt gewählt wurde.

In Kuwait starb Emir Jabir al-Ahmad al-Jabir as-Sabah im Alter von 79 Jahren. Sein Nachfolger auf dem kuwaitischen Thron wurde der bisherige Ministerpräsident Scheich Sabah al-Ahmad as-Sabah.

21. Januar: Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, starb im Alter von 61 Jahren, nur wenige Tage ehe die direkten kosovarisch-serbischen Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo beginnen sollten.

22. Januar: Aus den Präsidentschaftswahlen in Portugal ging der Konservative Aníbal Cavaco Silva, der von 1985 bis 1995 als Ministerpräsident die Regierung geführt hatte, bereits im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit der Stimmen als Sieger hervor.

23. Januar: In Kanada gewannen die Konservativen unter der Führung von Stephen Harper die Parlamentswahlen (mit 124 der insgesamt 308 Mandate) und lösten nach gut zwölf Jahren die Liberalen (103 Mandate) unter Premierminister Paul Martin in der Regierungsverantwortung ab.

25. Januar: Bei den Parlamentswahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten gewann die radikal-islamische Hamas mit 74 der insgesamt 132 Mandate klar die absolute Mehrheit. Die bisher dominierende Fatah erhielt nur 45 Mandate.

27. Januar: Der frühere Bundespräsident (1999-2004) Johannes Rau starb wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag in Berlin.

29. Januar: Der koreanisch-amerikanische Künstler Nam June Paik starb im Alter von 73 Jahren in Miami (Florida). Als wichtiger Vertreter der Fluxus-Bewegung und Pionier der Videokunst war er seit den sechziger Jahren eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Kunst.

Der Schweizer Tennisprofi Roger Federer gewann durch seinen Finalsieg gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis zum zweiten Mal in seiner Karriere die Australian Open, die vom 16. bis zum 29. Januar in Melbourne stattfanden. Bei den Damen setzte sich die Französin Amélie Mauresmo gegen die Belgierin Justine Henin-Hardenne durch. Im Doppel siegten die Amerikaner Bob und Mike Bryan (Herren), die Chinesinnen Zi Yan und Jie Zheng (Damen) sowie die schweizerisch-indische Paarung Martina Hingis und Mahesh Bhupati (Mixed).