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Neufundland, Insel im Osten Kanadas, in der Provinz Newfoundland and Labrador gelegen.
Vom Festland ist die Insel durch den Sankt-Lorenz-Golf und die Belle-Isle-Straße getrennt. Die Insel Neufundland hat eine Fläche von 108 860 Quadratkilometern. Sie ist der nördliche Ausläufer der Appalachen. Im Westen liegen die Long Range Mountains, die in den Lewis Hills bis zu einer Höhe von 814 Metern ansteigen. Nach Osten fallen die Berge zur Küstenebene hin ab, dieses Gebiet wird durch den Gander und den Exploits (mit 240 Kilometern der längste Fluss Neufundlands) entwässert. Der Labradorstrom bewirkt ein kaltes und raues Klima mit kurzen Sommern. Zu den Tierarten, die auf Neufundland vorkommen, gehören u. a. Karibus, Elche, Möwen, Tölpel, Papageitaucher. Die wichtigsten Industriezweige sind die Fischverarbeitung und die Holzwirtschaft. Daneben werden Kupfer-, Eisen-, Zink- und Bleierze abgebaut. Vor der Küste liegen Erdöl- und Erdgasfelder. Die Provinzhauptstadt Saint John’s ist die größte Siedlung auf der Insel, die Einwohnerzahl liegt bei etwa 540 000.
Leif Eriksson erreichte vermutlich bereits um 1000 n. Chr. Neufundland. 1497 wurde Neufundland von Giovanni Caboto entdeckt und für England in Besitz genommen. Seit dem 19. Jahrhundert kam es zu einer verstärkten Einwanderung. 1949 wurde Neufundland nach einem Referendum und einer Volksabstimmung zusammen mit Labrador kanadische Provinz.