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Bodh Gaya

Bodh Gaya, Dorf im Bundesstaat Bihar in Indien, eine wichtige heilige Stätte des Buddhismus sowie bedeutender Wallfahrtsort für Buddhisten und Hindus (Pilger aus Myanmar, Thailand, Tibet, China und Japan).

In Bodh Gaya hat Siddhartha Gautama angeblich unter einem Bodhibaum (Feigenbaum, „Baum des Erwachens”) die Erleuchtung erlangt und wurde zum Buddha. Bodh Gaya liegt an den Ufern des Niranjana (heute: Falgu). Von ehemals zahlreichen Tempeln sind heute nur noch wenige erhalten. Der berühmte Tempel der Großen Erleuchtung stammt vorwiegend aus dem 14. Jahrhundert. Hervorzuheben ist daran ein 55 Meter hoher Turm, der ursprünglich von Kaiser Aschoka im 3. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde (Umbau im 7., 8. und 12. Jahrhundert). Der Tempel wurde im 19. Jahrhundert vollständig restauriert. Er enthält einen riesigen vergoldeten Buddha aus Stein. Im Juni 2002 wurde die Anlage von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Dalai Lama besucht Bodh Gaya jedes Jahr im Dezember. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 21 700.