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Postmoderne Philosophie |
Eine postmoderne Richtung zeitgenössischer Philosophie distanziert sich strikt von jeglicher Form der Fortschrittsgläubigkeit. Hegels Wort vom „Ende der Geschichte” in ihrem Sinn interpretierend, tritt sie vielmehr für die freie Kombination bisheriger Erkenntnismodelle ein. Allgemein bezeichnet der Begriff der Postmoderne philosophisch die Reflexion über den gegenwärtigen Kulturstand. Vor allem der französische Philosoph Jean-François Lyotard begreift die explosionsartig zunehmende Informationsflut und den mit der neuen Technologie verbundenen Zugriff auf beliebiges (anonymes) Wissen als einen Charakterzug postmoderner Kultur. In seinem Buch Das postmoderne Wissen (1986) sah Lyotard die Autorität der großen Erzählungen (Ideologien, rationalen Systeme etc.) am Ausgang des 20. Jahrhunderts zugunsten kleinerer Sinnfragmente zersplittert. Diese sind beliebig kombinierbar, ohne in ihrer Gesamtheit auf ein Sinnganzes zu verweisen. Ein weiterer Theoretiker der postmodernen Kulturauffassung ist Paul Virilio, der die Auflösung aller festen raumzeitlichen Kategorien im Rausch der Geschwindigkeit konstatiert. Siehe auch Dekonstruktion, Jacques Derrida
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