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Hauptursachen für die Entwaldung |
Entwaldung und Walddegradation sind eine Folge des Zusammenspiels von politischen und wirtschaftlichen Interessen. Der Wert und die Funktionen des Waldes insgesamt – als klimabestimmendes Ökosystem, als Lebensraum für zahllose Organismen, als Medium zum Schutz des Bodens, nicht zuletzt als wichtiger Erholungsfaktor – wird von den politischen Entscheidungsträgern weltweit meist deutlich unterschätzt. Häufig bedingen fehlende rechtliche Bestimmungen und Normen, die den Besitz des Waldes und dessen Nutzung regeln, seine rücksichtslose Ausbeutung. In den Entwicklungsländern wird die lokale Bevölkerung oft aus Armut zur Abholzung gezwungen, was durch das rasante Bevölkerungswachstum gerade in diesen Ländern und speziell der armen Schichten noch erheblich verstärkt wird. Andererseits benutzen die Regierungen mancher Länder die Entwaldung als Beweis für die Land-„Verbesserung” und Landerschließung, um dadurch in den Genuss neuer Kredite zu kommen – eine Entwicklung, die durch das mangelnde Bewusstsein der Geldgeber für die ökologischen und sozialen Folgeprobleme erst ermöglicht wird.
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