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Sprache der Maori

Sprache der Maori, Maori gehört zur ostpolynesischen Untergruppe der ost-austronesischen (ozeanischen) Sprachen und wird in Neuseeland und auf den Cook-Inseln gesprochen.

Aufgrund der geographischen Isolation Neuseelands hat sich Maori, beginnend mit der Ankunft der ersten Maorisiedler um 800, unabhängig von anderen polynesischen Sprachen entwickeln können. Die Sprache besitzt fünf Vokale, von denen jeder in kurzer oder langer Version existiert, und zehn Konsonanten (h, k, m, n, ng, p, r, t, w und wh). Die Reduplikation (Verdoppelung anlautender Silben einer Wurzel oder eines Stammes) kommt häufig vor, meist zum Zweck der Verstärkung. Ein wichtiges grammatikalisches Mittel in Maori sind die Partikeln, d. h. kurze, unverbundene Wörter, die als grammatikalische Bezeichner – ähnlich wie die englischen Präpositionen, Konjunktionen und Artikel – vor oder hinter dem Wort stehen, das sie modifizieren. Präfixe und Suffixe kommen relativ selten vor. Der Plural von Substantiven und Verben wird in der Regel durch den Satzbau ausgedrückt. Maori ist eine metaphorische und idiomatische Sprache, die das Mittel der Zweideutigkeit einsetzt, um Differenzen und Missstimmigkeiten abzuschwächen.

Maori wurde zuerst von christlichen Missionaren aus Europa aufgezeichnet und erschien bereits 1815 im Druck. Es wurde jedoch erst durch den Maori Language Act (Sprachgesetz) von 1987 in Neuseeland zur offiziellen Sprache. Nur 50 000 bis 100 000 Maori sprachen zu diesem Zeitpunkt die Sprache fließend (weniger als 30 Prozent der damaligen Maoribevölkerung). Daher wird von den führenden Maori das Erlernen der eigenen Sprache als wichtiger Schritt zur Wiederentdeckung der eigenen Identität angesehen. Zu diesem Zweck wurden eigene Sprachschulen (kohanga reo, „Sprachnester”) für weiße (pakeha) und Maorikinder im Vorschulalter eingerichtet.