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Shinano, Fluss in den japanischen Präfekturen Nagano und Niigata im nördlichen und mittleren Teil der Hauptinsel Honshu, mit einer Länge von 367 Kilometern längster Fluss Japans. Der Shinano entspringt in den Bergen von Kobushigatake in der Präfektur Nagano; dort trägt er noch den Namen Chikuma. Anschließend fließt er in Richtung Nordnordost durch die Präfektur Niigata, wo er sich mit dem Sai, dem längsten seiner 280 Nebenflüsse, vereinigt und ab hier als Shinano bezeichnet wird. Er fließt bei der Stadt Niigata in das Japanische Meer (Östliches Meer). Wie die meisten japanischen Flüsse besitzt der Shinano in seinem Unterlauf ein weitverzweigtes Flussbett mit breiten, die meiste Zeit des Jahres über trockenliegenden Kiesufern und ist deshalb nur im Mündungsbereich schiffbar. Der Fluss wird zur Trinkwasserversorgung, für Wasserkraftwerke, für industrielle Zwecke und zum Bewässern der Felder genutzt. Die Niigata-Ebene, eine Schwemmlandebene im Unterlauf des Flusses, ist das fruchtbarste Reisanbaugebiet Japans. Die ständigen Überschwemmungen im Bereich des Unterlaufs während der Frühjahrs-Schneeschmelze führten 1924 zum Bau eines neuen Kanals, der auf einer Strecke von etwa neun Kilometern einen Großteil der anfallenden Wassermassen Richtung Meer befördert. Die wichtigsten Städte entlang des Shinano sind Ueda, Nagaoka und Niigata.