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| 4. | Die Niederlage der Republik |
Im Januar 1939 nahmen die Aufständischen Barcelona, und bis Mitte Februar hatten sie ganz Katalonien bis zu den Pyrenäen besetzt. Am 28. März fiel Madrid, und am 2. April 1939 erklärte Franco den Bürgerkrieg für beendet. Der Spanische Bürgerkrieg hatte über ein halbe Million Todesopfer gefordert, Tausende Republikaner mussten auf der Flucht vor der Franco-Diktatur ins Exil gehen. Franco revanchierte sich für die deutsche Hilfe während des 2. Weltkrieges durch die Entsendung der „Blauen Division”, die an der Ostfront eingesetzt wurde. Im Inneren ließ der siegreiche General politische Gegner aus den Tagen des Bürgerkriegs zu Zehntausenden zum Tode verurteilen bzw. einkerkern.
Francos Sieg war durch die deutsch-italienische Hilfe sowie durch die Nichteinmischung derjenigen Staaten, die mit der Republik sympathisierten, möglich geworden. Daneben trug die Uneinigkeit der Verteidiger der Republik in politischen, ideologischen und militärischen Fragen wesentlich zum Sieg der Putschisten bei. Die Gewerkschaften UGT und CNT etwa waren sich zwar einig hinsichtlich der Notwendigkeit einer sozialen Revolution, nicht aber in Fragen der Durchführung der Revolution; die Spannungen zwischen den verschiedenen politischen Richtungen, zwischen Anarchisten und Stalinisten, führten zu einer Schwächung der Einheitsfront der Republik. Seit ihrem Erfolg bei der Verteidigung von Madrid 1936/37 gewannen die Internationalen Brigaden, besonders ihre kommunistischen Funktionäre, zunehmend an Einfluss auf die Politik der Republik, was zu einer Verschärfung der ideologischen Auseinandersetzung zwischen den maßgeblichen politischen Kräften der Republik führte. Die moskautreuen Kommunisten setzten sich für den Schutz des Privateigentums und des Parlamentarismus ein und führten gegen POUM und Anarchisten „Säuberungen” nach stalinistischem Vorbild durch. Wo die PCE Einfluss hatte, machte sie von revolutionären Kräften durchgeführte Maßnahmen rückgängig, so dass viele Arbeiter und Bauern schließlich keinen Sinn mehr in der Verteidigung der Republik sahen.
Das Ausland nahm von Beginn an in vielfältiger Form intensiv Anteil am Spanischen Bürgerkrieg: Intellektuelle wie z. B. Egon Erwin Kisch, Arthur Koestler, Ernest Hemingway, George Orwell oder André Malraux bezogen publizistisch oder mit der Waffe in der Hand für die Republik Partei. Auf Anregung Frankreichs und Großbritanniens, die eine Eskalation des Krieges fürchteten, war im September 1936 das so genannte Nichteinmischungskomitee zusammengetreten, dem 25 Staaten angehörten, u. a. auch Italien, Deutschland und die UdSSR, die sich allerdings aus verschiedenen politischen, strategischen und wirtschaftlichen Gründen nicht an das Prinzip der Nichteinmischung hielten.
Im Februar 2001 hinderte der konservative Partido Popular (PP) des Ministerpräsidenten José María Aznar mit seiner absoluten Mehrheit das Parlament daran, den Militäraufstand Francos gegen die Zweite Republik im Juli 1936 formell zu verurteilen. Der Antrag zur Verurteilung des Aufstandes war von den baskischen Nationalisten eingebracht und von allen Parteien mit Ausnahme des PP unterstützt worden; der PP begründete seine Ablehnung mit dem Argument, es sollen keine alten Gräben vertieft und keine alten Feindschaften wiederbelebt werden.