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| 1. | Einleitung |
Deutscher Film, Geschichte des Films in Deutschland.
Einen ersten Höhepunkt erreichte der deutsche Film mit Robert Wienes expressionistischem Film Das Kabinet des Dr. Caligari (1919), der stilbildend wirkte für die zwanziger Jahre, die durch Meisterregisseure wie Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch und Fritz Lang geprägt wurden. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten erlitt die Filmkunst in Deutschland einen Bruch, denn die renommiertesten deutschen Filmemacher emigrierten und setzten im Ausland, vor allem in Hollywood, ihre Karriere fort. Nach dem 2. Weltkrieg gab es nur wenige Filme, die sich ernsthaft mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzten. Der deutsche Film der fünfziger Jahre wurde bestimmt durch eskapistische Heimatfilme und belanglose Unterhaltungsfilme. Erst mit dem Neuen deutschen Film setzte eine Gegenbewegung ein, die von Regisseuren wie Alexander Kluge, Werner Herzog, Rainer Werner Fassbinder, Werner Schroeter, Volker Schlöndorff, Wim Wenders und Edgar Reitz angeführt wurde. Nach dem Ende dieser Strömung zu Beginn der achtziger Jahre folgte eine Phase, in der der deutsche Film in erster Linie mit Beziehungskomödien kommerzielle Erfolge vorweisen konnte.