Tang-Dynastie
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Tang-Dynastie
1. Einleitung

Tang-Dynastie, chinesische Kaiserdynastie (618-907), die von Li Yuan (Kaiser Gaozu) gegründet wurde. Während der Tang-Dynastie entstand der konfuzianische Bürokratismus, der bis ins 20. Jahrhundert Bestand hatte. Es wurde ein ausführliches Gesetzeswerk (Verwaltungs- und Strafrecht) verabschiedet. Die Tang-Hauptstadt in Chang’an (heute Xi’an) war ein Kulturzentrum, in dem religiöse Toleranz herrschte. Es gab Anhänger der verschiedensten Religionen (beispielsweise der Nestorianerkirche). Außenhandel wurde mit Zentralasien betrieben sowie über die Karawanenstraßen mit Westasien. Handelsleute aus Südasien benutzten die Seehafenstadt Kanton als Warenumschlagplatz. Unter den Tang weitete sich die chinesische Macht über Korea, die südliche Mandschurei und Nordvietnam aus. Ihr kultureller Einfluss war bis hin nach Japan spürbar. Im Westen herrschten die Tang durch ein Bündnis mit zentralasiatischen Stämmen über das Tarimbecken und weiteten ihren Machtbereich bis in die Gebiete des heutigen Afghanistan aus.