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| 4. | Vegetation und Böden |
An die rauen Klimabedingungen mit der kurzen Vegetationsperiode (bis maximal 180 Tage) und dem strengen Frost sind immergrüne (u. a. Fichten, Tannen und Kiefern) und sommergrüne Nadelbäume (Lärchen) am besten angepasst. Sie beherrschen zusammen mit einigen wenigen kleinblättrigen Laubbaumarten (z. B. Birken, Weiden und Pappeln) den Waldgürtel. Er wird in Eurasien grob in die dunkle Fichtentaiga, die lichte Kieferntaiga und die helle Lärchentaiga gegliedert. Charakteristisch für die Flora der borealen Zone, die ausnahmslos zum Florenreich Holarktis gehört, sind darüber hinaus Moose, Flechten und Zwergsträucher.
Da die Streu der Nadelbäume und Zwergsträucher bei den tiefen Temperaturen nur langsam zersetzt wird, sammelt sich die abgestorbene organische Substanz als Auflagehumus auf der Bodenoberfläche an. In dieser Humusform entstehen starke organische Säuren, die zu einer raschen Bodenversauerung und Auswaschung der Nährstoffe führen. Vorherrschender Bodentyp der borealen Zone ist der Podsol. In manchen Gebieten – wie etwa in Teilen Finnlands – nehmen auch Moore größere Flächen ein. Zur großflächigen Vermoorung trägt der wasserundurchlässige Dauerfrostboden bei, Permafrost ist stellenweise bis zum südlichen Rand der borealen Zone verbreitet.