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Tongariro

Tongariro, Nationalpark im Landesinneren der Nordinsel von Neuseeland. Der Park wurde bereits 1887 eingerichtet; er ist damit der älteste Nationalpark Neuseelands und zugleich viertältester Nationalpark der Welt. Der Park umfasst eine gebirgige Fläche von etwa 765 Quadratkilometern in den Bezirken Tongariro und Wanganui. Seinen Namen hat der Park nach dem in ihm gelegenen, 1 935 Meter hohen Vulkan Tongariro (in der Sprache der Maori „fortgetragenes Feuer”), der manchmal noch aktiv ist. In dem Park gibt es noch zwei weitere große Vulkane, Mount Ngauruhoe (2 292 Meter), der aktivste der drei Vulkane, und Mount Ruapehu, mit 2 797 Metern höchster Punkt der Nordinsel und ein beliebtes Ziel für Skifahrer; daneben liegen noch drei kleinere Vulkane im Tongariro Nationalpark. Viele Berge im Park sind mit Nadelhölzern und verschiedenen Südbuchen-Arten bewachsen.

Tongariro war einst die Heimat des Volkes der Ngati Tuwharetoa, von denen man annimmt, dass sie die ersten Maori waren, die noch vor 1300 von Polynesien nach Neuseeland gekommen waren. 1887 übergab Te Heuheu Tukino, der damalige Häuptling der Ngati Tuwharetoa, die drei großen Vulkane, die von seinem Volk lange Zeit als heilig verehrt worden waren, an die neuseeländische Regierung, um sicherzustellen, dass sie von der Erschließung des Landes verschont bleiben würden. Dies war das erste Mal, dass eine alteingesessene Bevölkerung einen solchen Schutz von einem modernen Staat forderte. 1990 wurde der Park in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen.