Internet
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Internet
1. Einleitung

Internet (englisch International Network), offener Verbund von Computernetzwerken, der die Computer und die darauf ablaufenden Programme in die Lage versetzt, direkt miteinander zu kommunizieren. Es gibt zahlreiche kleinere, zugangsbeschränkte Intranets von Unternehmen. Der Begriff Internet wird allerdings meistens im Zusammenhang mit dem weltweiten, öffentlich zugänglichen Netzwerk gebraucht.

Anfang 1995 waren mehr als 50 000 Netzwerke und über fünf Millionen Computer am Internet angeschlossen – mit einer Zuwachsrate von 9 Prozent im Monat. 1998 schwankte die Zahl der Internetanwender weltweit (nach verschiedenen Statistiken) zwischen 130 und 148 Millionen. 2001 nutzten weltweit mehr als 498 Millionen Anwender das Internet – in Westeuropa waren es über 64 Millionen. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge gab es im Jahr 2001 in Deutschland über 30 Millionen (die Zahl hatte sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt), in Österreich über 3,1 Millionen und in der Schweiz fast 3,5 Millionen Internetnutzer.

Internetverbindungen werden normalerweise mit internationalen Standardprotokollen ermöglicht, die zusammenfassend als TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol: Übertragungssteuerprotokoll/Internetprotokoll) bezeichnet werden. Diese Protokolle werden durch die Organisation Internet Society (Internetgesellschaft) herausgegeben, wobei dies jeweils mit einem Netzwerkregistrierungsverfahren kombiniert wird und von den öffentlichen Anbietern von Internet-Zugangsdiensten unterstützt wird.

Alle am Internet angeschlossenen Netzwerke und Computer (Internet-Host) besitzen jeweils eine weltweit einmalige Internetprotokolladresse – z. B. werden 1 981 052 321 Internet-Hosts mit Domänennamen (Domain Names) bezeichnet. Beispielsweise ist „microsoft.com” der Domänenname der Firma Microsoft Corporation, wobei die Endung „com” anzeigt, dass es sich um eine kommerzielle (Commercial) Organisation handelt. „ftp.microsoft.com” ist ein Internet-Host innerhalb dieser Domain.

Internets sind über fast jede Art von elektronischen Übertragungsmedien verbunden, wie z. B. Glasfaser- (siehe Faseroptik) oder Kupferdraht-Telefonleitungen sowie Funk- oder Mikrowellenkanäle. Zudem kann fast jede Art von Computern und Betriebssystemen angeschlossen werden. Diese sind in einigen Fällen so konzipiert, dass sie ihre Internet-Fähigkeiten selbst „erkennen”.

Sehbehinderte und blinde Menschen haben Zugang zu den Daten im Internet durch spezielle Tastbildschirme – mit entsprechenden Braille-Zeilen. Eine weitere Möglichkeit bieten Sprachwiedergabesysteme, mit deren Hilfe der Webseiteninhalt vorgelesen wird. Siehe auch Sprachsynthese; Spracherkennung

Der große Umfang und die Vielseitigkeit des öffentlichen Internet führte dazu, dass viele Arten von Computernetzwerken und Diensten, beispielsweise auch von Informations- und Warenanbietern, über Systeme integriert wurden, die man als Gateways bezeichnet. Als Resultat dieser Eigenschaften zeigte sich das Internet als ideales Mittel, eine sehr robuste universelle Informationsinfrastruktur für die ganze Welt aufzubauen.