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Malaienbär, kleinster und am wenigsten erforschter Großbär.
Malaienbären haben ein kurzhaariges, braunschwarzes Fell und einen gelbweißen, halbmondförmigen Brustfleck. Ihre Kopfrumpflänge beträgt 100 bis 140 Zentimeter; die Weibchen wiegen bis 50 Kilogramm, die Männchen maximal 65 Kilogramm. Malaienbären sind in Südostasien von Myanmar und Thailand bis Indonesien und Borneo verbreitet, wo sie als Einzelgänger oder in kleinen Trupps tropischen Regenwald und Pflanzungen besiedeln. Die Füße der Malaienbären sind nicht behaart; als geschickte Baumkletterer besitzen sie fünf lange Krallen an ihren Vorderpfoten, mit denen sie Bienennester oder andere Insektenbauten öffnen können. Ihre Nahrung bilden Honig, Früchte, Beeren, Samen, Triebe, Insekten, kleine Wirbeltiere und gelegentlich Huftiere. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 96 Tagen ein bis drei Junge zur Welt, die bei der Geburt gut 300 Gramm wiegen.
Da der Lebensraum der Malaienbären immer stärker eingeengt wird, suchen sie auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nach Nahrung und richten dort zum Teil Schäden an. Durch den fortschreitenden Rückgang ihrer Lebensräume und Bejagung wegen ihrer Gallenblasen und Tatzen zur Verwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Malaienbären selten geworden und werden als gefährdet eingestuft; die Gesamtzahl der Tiere ist unbekannt.
Systematische Einordnung: Der wissenschaftliche Name des Malaienbären lautet Ursus malayanus. Er gehört zur Familie Ursidae.