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Pflanzenfresser oder Phytophagen, Tiere, die sich ausschließlich von Pflanzen oder abgestorbenen Pflanzenteilen ernähren. In Nahrungsnetzen werden Pflanzenfresser als Primärkonsumenten bezeichnet, da sie sich von Organismen ernähren, die als Produzenten Lichtenergie über die Photosynthese in chemische Energie umwandeln. Pflanzenfresser dienen ihrerseits Fleischfressern, Konsumenten höherer Ordnung, als Nahrung. Der Begriff Pflanzenfresser beschreibt ebenso wie die Bezeichnung Fleischfresser lediglich einen bestimmten Nahrungstyp und bezieht sich nicht auf eine systematische Tiergruppe. Unter den Säugetieren bilden neben den großen Huftieren wie Elefanten, Schafen oder Pferden die Nagetiere einen Großteil der Pflanzenfresser. Zu den Pflanzenfressern gehören u. a. Herbivoren, die von Kräutern leben, Frugivoren oder Früchtefresser und Mycetophagen, die Pilze fressen.
Um die in Pflanzen enthaltene Cellulose verdauen zu können, sind spezielle Enzyme – Cellulasen – erforderlich. Zu morphologischen Anpassungen der Pflanzenfresser an ihre Nahrung gehören beispielsweise die hochkronigen Backenzähne der meisten Huftiere, die zum Zermahlen der Nahrung geeignet sind. Nagetiere wie Biber besitzen große, ständig nachwachsende, meißelförmige Schneidezähne, mit denen sie die Borke von Bäumen abnagen. Schnecken weiden mit Hilfe ihrer als Radula bezeichneten kleinen, stacheligen Raspelzunge kleine Stückchen von Blättern ab. Wiederkäuer besitzen einen vierkammerigen Magen, der Mikroorganismen beherbergt. Diese Symbionten schließen die Cellulose in verwertbare Substanzen auf. Die meisten Pflanzenfresser ernähren sich vielfältig, doch sind einige Arten ausgesprochene Nahrungsspezialisten, man bezeichnet sie als monophag. Der Koala lebt beispielsweise ausschließlich von Eukalyptusblättern.