Chemische Zeichen
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Chemische Zeichen
1. Einleitung

Chemische Zeichen, einheitliche und internationale Kurzzeichen, mit denen man die chemischen Elemente und ihre Verbindungen beschreibt. Das dahinterstehende Zeichensystem wurde 1811 von dem schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius entwickelt und kurze Zeit später veröffentlicht. Nach diesem System werden die Elemente mit den Anfangsbuchstaben ihrer wissenschaftlichen, meist lateinischen oder griechischen Namen bezeichnet, während man die Verbindungen durch Aneinanderreihen der Elementbuchstaben symbolisiert – dabei sind nur Buchstaben und Ziffern zugelassen. Ab 1826 hatte das System von Berzelius allgemeine Gültigkeit in der Fachwelt. Heutzutage wird dieses System durch die so genannte IUPAC-Nomenklatur (IUPAC: International Union of Pure and Applied Chemistry; Internationale Union für Reine und Angewandte Chemie) vereinheitlicht.

Geläufige Elemente sind z. B. Kohlenstoff (lateinisch Carbo), abgekürzt C, Sauerstoff (Oxygenium) O, Stickstoff (Nitrogenium) N, Wasserstoff (Hydrogenium) H und Schwefel (Sulfur) S. Bei den Namen der Elemente, die mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen, setzt man noch einen zweiten Buchstaben hinter den ersten Buchstaben, wodurch Verwechslungen vermieden werden. So ist beispielsweise Beryllium Be, Barium Ba, Berkelium Bk, Bismut Bi und Brom Br. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, hat sich heutzutage diese Schreibweise weitgehend durchgesetzt – Ausnahmen findet man z. B. in englischer, französischer und russischer Literatur.

In vielen Fällen sind die Elementsymbole zusätzlich mit Zahlen versehen. Allgemein handelt es sich dabei um vier Zahlen, nämlich die Massenzahl, Ordnungszahl, Ladungszahl sowie die Anzahl der Atome: