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| 1. | Einleitung |
Ökosystem, ein Lebensraum (Biotop) mit seiner Lebensgemeinschaft (Biozönose), die durch zahlreiche ökologische Wechselbeziehungen miteinander verknüpft sind.
Ein Ökosystem ist ein sehr komplexes Wirkungsgefüge zwischen Lebewesen, also Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen, sowie Energieströmen und Stoffkreisläufen. Nährstoffe werden in einem ständigen Kreislauf zwischen Lebewesen und Lebensraum (z. B. dem Boden) ausgetauscht. Viele der Lebewesen sind miteinander in einem Nahrungsnetz verbunden. An der Basis des Nahrungsnetzes stehen Pflanzen und autotrophe Mikroorganismen (Primärproduzenten), die Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen und daraus biochemische Verbindungen, Zellen, Gewebe und Organe aufbauen. Aus dieser organischen Materie gewinnen Pflanzenfresser und Fleischfresser, die Konsumenten, die Energie für ihren Stoffwechsel und zum Aufbau ihres Organismus.
Wenn Lebewesen eines Ökosystems sterben, wird die tote organische Materie durch Bodenorganismen und andere Saprophagen (Destruenten) wieder in Nährstoffe umgewandelt (siehe Fäulnis und Verwesung). Diese gelangen in den Boden oder auf den Grund des Gewässers und können dann von den Pflanzen oder Photosynthese betreibenden Mikroorganismen wieder aufgenommen werden. Da bei den Stoffwechselvorgängen aller Lebewesen in diesem Kreislauf Energie als Wärme abgegeben wird, muss ein Ökosystem regelmäßig von außen neue Energie beziehen. Ökosysteme werden daher auch als offene Systeme bezeichnet. Die zugeführte Energie liefert in fast allen Ökosystemen das Sonnenlicht. Lebewesen in der Tiefsee werden aus heißen Quellen (Schwarzen Rauchern) am Meeresboden mit Energie versorgt. Außer dem Sonnenlicht beeinflussen auch das Klima sowie die chemische Zusammensetzung und physikalischen Eigenschaften des Bodens bzw. Wassers den Energie- und Stoffkreislauf in einem Ökosystem. Siehe auch Kohlenstoffkreislauf; Stickstoffkreislauf