Wehrmacht
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Wehrmacht
2. Befehlsstruktur

Der Oberste Befehlshaber der Reichswehr bzw. Wehrmacht war seit dem 2. August 1934 Adolf Hitler. Ihm unmittelbar unterstellt war Reichskriegsminister Werner von Blomberg als Oberbefehlshaber der gesamten Wehrmacht, Oberbefehlshaber der einzelnen Wehrmachtsteile waren Werner von Fritsch (Heer), Erich Raeder (Kriegsmarine) und Hermann Göring (Luftwaffe). Für jeden der drei Wehrmachtsteile wurde ein „Oberkommando” (Heer: OKH; Kriegsmarine: OKM; Lufwaffe: OKL) als oberste Befehls- und Verwaltungsbehörde eingerichtet. Nach dem Sturz Blombergs und Fritschs während der so genannten Blomberg-Fritsch-Krise übernahm Hitler am 4. Februar 1938 selbst den unmittelbaren Oberbefehl über die Wehrmacht; neuer Oberbefehlshaber des Heeres wurde Walther von Brauchitsch. Als oberste Wehrmachtsbehörde schuf sich Hitler das „Oberkommando der Wehrmacht” (OKW), zu dessen Chef er Wilhelm Keitel berief.

Durch den Personalwechsel in der Führungsschicht und durch die Übernahme der unmittelbaren Befehlsgewalt durch Hitler war die Wehrmacht zu einem zentralen, von Hitler abhängigen Instrument der nationalsozialistischen Expansionspolitik geworden. Nachdem Brauchitsch wegen zunehmender Differenzen mit Hitler am 19. Dezember 1941 seinen Abschied genommen hatte, übernahm Hitler auch den Oberbefehl über das Heer. Am 31. Januar 1943 wurde Raeder, ebenfalls wegen unüberbrückbarer Differenzen, entlassen und durch Karl Dönitz ersetzt. Und unmittelbar vor Kriegsende, am 23. April 1945, wurde auch Göring entlassen und im Oberkommando der Luftwaffe durch den Ritter von Greim abgelöst.