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Martyrium im Judentum |
Das theologische Denken des Judentums ebenso wie das des Christentums und des Islam verfügt über strenge Kriterien dafür, wer als Märtyrer anzusehen ist. Im Talmud wird nachdrücklich betont, dass nur in sehr wenigen Fällen von Martyrium gesprochen werden darf, da sich durch die Verehrung von Märtyrern Inzest, Ehebruch sowie öffentliche Anbetung falscher Götter und Mord verbreiten könnten. In Fällen, in denen Juden wegen ihres Glaubens mit Gewalt gedroht wurde, durften sie gemäß der Schrift Iggeret ha-shemad (1162/1163, Brief über die Abtrünnigkeit) des Maimonides verheimlichen, dass sie ihr Leben nach der Thora ausrichteten.
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