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Yul Brynner

Yul Brynner, eigentlich Taidje Kahn, (1915-1985), amerikanischer Schauspieler schweizerisch-mongolischer Herkunft.

Brynner wurde am 11. Juli 1915 in Sachalin (Russland) geboren. Als Jugendlicher kam er nach Paris, studierte dort an der Sorbonne und arbeitete u. a. als Trapezkünstler und Sänger. 1940 ging er als Mitglied der Shakespeare Company in die Vereinigten Staaten, wo er 1946 mit dem Stück Lute Song seinen ersten Broadwayauftritt hatte. Seine erste Filmrolle erhielt er in Port of New York (1949, Die Rauschgiftbrigade). Den Durchbruch erlangte Brynner 1952 als König von Siam in dem erfolgreichen Bühnenmusical The King and I (Der König und ich); der erneute Erfolg in der Filmfassung von The King and I (1956, Regie Walter Lang) brachte ihm einen Oscar für die beste schauspielerische Leistung ein. Es folgten The Ten Commandments (1956, Die Zehn Gebote) und Anastasia (1956), The Brothers Karamazov (1958, Die Brüder Karamasow, nach dem Roman von Fjodor Dostojewskij), The Journey (1959, Die Reise), John Sturges’ Western The Magnificent Seven (1960, Die Glorreichen Sieben), Invitation to a Gunfighter (1964, Treffpunkt für zwei Pistolen) und als Roboter in Michael Crichtons Sciencefictionfilm Westworld (1973). Ab 1977 war er wieder in The King and I am Broadway zu sehen; die Rolle des Königs von Siam spielte er insgesamt 4 625-mal. Als Schauspieler hatte Brynner mit seiner charakteristischen Kahlköpfigkeit eine exotisch anmutende, explizit männliche Ausstrahlung. Er spielte in insgesamt 44 Filmen die Hauptrolle. Yul Brynner starb am 10. Oktober 1985 in New York City.