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| 2. | Die Anfänge |
Die erste öffentliche Filmvorführung in Amerika fand 1896 in New York statt. Der Vorführapparat stammte von dem Erfinder Thomas Alva Edison, dessen Gesellschaft die gezeigten Kurzfilme auch produziert hatte. Als Begründer des amerikanischen Erzählfilms wird Edwin S. Porter bezeichnet, der 1903 mit dem achtminütigen Streifen The Great Train Robbery (Der große Eisenbahnraub) eine innovative Montagetechnik verwendete und damit ein erstes Modell erzählender Filmdramaturgie schuf. Dieses Werk machte den Film zu einer Kunstform für die breite Masse; in der Folge entwickelten sich überall in den USA kleine Vorführhäuser, die so genannten Nickelodeons.
Porters Schüler David Wark Griffith entwickelte dessen Ansätze weiter, indem er Groß- und Detailaufnahmen sowie Parallelmontagen als spannungsfördernde Ausdrucksmittel verwandte, und wurde damit zum bedeutendsten Pionier des amerikanischen Stummfilms. Mit seinen Werken Birth of a Nation (1915; Geburt einer Nation) und Intolerance (1916; Intolerance) begründete er den amerikanischen Historienfilm.